Insbesondere für junge Menschen kann ein Aufenthalt in den USA eine prägende Erfahrung darstellen. Neben den touristischen Erlebnissen spielen auch Bildung, Sprachentwicklung und soziale Interaktionen eine entscheidende Rolle.
Alltag und Kultur des amerikanischen Lebensstils
Das Leben in den USA unterscheidet sich in verschiedenen Aspekten deutlich von dem in vielen europäischen Ländern. Kulturelle Eigenheiten zeigen sich bereits in der täglichen Interaktion. Amerikaner sind bekannt für ihre Offenheit in Gesprächen, und Small Talk gehört zum gängigen gesellschaftlichen Umgang.
Darüber hinaus ist das Freizeitverhalten stark gemeinschaftlich orientiert. Sportfeste, Schulveranstaltungen und Veranstaltungen auf Gemeindeebene sind wichtig für das gesellschaftliche Leben. Besonders an High Schools und Colleges spielen die sportlichen Mannschaften und die kulturellen Gruppen eine große Rolle.
Man lernt solche Strukturen besser kennen, je länger man in den USA lebt. Leben heißt hier nicht nur, ein paar Wochen in den großen Metropolen zu weilen, sondern auch, eine zeitlang wie die Einheimischen in einer kleinen Stadt oder in einem Vorort zu wohnen.
Sport spielt an amerkanischen Schulen eine große Rolle
Bildungssystem und Schulalltag
Das amerikanische Bildungssystem unterscheidet sich in vielen Punkten von den europäischen. Die meisten High Schools bieten ein ganzes Füllhorn von Wahlfächern an. Der Schüler kann die Fächer aus Naturwissenschaft, Kunst, Musik und Technik wählen, die ihm am besten liegen.
Ein fester Bestandteil des Schulalltags sind die Eltern genannten Gruppen, z. B. Schultheater, Sportmannschaften, Debattierclubs usw. Sie fördern den Teamgeist und soziale Geschicklichkeit. Ein längerer Aufenthalt über einen Schüleraustausch in den USA ist die Gelegenheit für Jugendliche, auch selbst mal hinter die Kulissen zu schauen. Sie besuchen eine Schule in der Umgebung und wohnen oft auch bei Gastfamilien. Dadurch erhalten sie einen Eindruck vom Alltag amerikanischer Familien und Schulen.
Regionale Unterschiede im Land
Die USA sind ein großes, weitläufiges und sehr unterschiedlich gliedertes Land. Zwischen den einzelnen Regionen gibt es große Unterschiede. Der Nordosten ist stark von historischen Städten geprägt, der Süden ist kulturell eigenständig, der Westen gilt als das Land der Innovationen, des technischen Fortschritts und der großen Natur.
Diese Regionalität zeigt sich auch im Klima, der Architektur und in lokalen Brauchtümern. Wer mehrere Monate im Land ist, nimmt solche Dinge intensiver wahr. Zahlreiche Austauschprogramme führen auch Reisen innerhalb der USA im Programm, so daß man von Großstädten wie New York oder Chicago bis zu Nationalparks im Westen unterschiedliche Regionen kennenlernt.
Auch die Praxis kommt an amerikanischen Schulen nicht zu kurz
Persönliche Entwicklung durch Auslandserfahrungen
Neben diesen Eindrücken spielt auch die persönliche Entwicklung eine große Rolle. Ein Aufenthalt im Ausland verlangt Anpassung an neue Verhältnisse und Offenheit für Erfahrungen.
Die Verständigung in einer fremden Sprache klappt im allgemeinen rasch auch ohne viel Unterricht. Der Teilnehmer muss sich auch im Alltagsleben selbst orientieren, seine eigenen Entscheidungen treffen.
Zugleich ergeben sich durch Kontakte zur Gastfamilie, zu Mitschülern und zu örtlichen Gemeinschaften neue Einsichten in das eigene Leben und die eigene Kultur. Viele Teilnehmer berichten später, ein längerer Aufenthalt im Ausland habe ihr Verständnis für andere Lebensweisen geweckt.
Ein tiefergehendes Kennenlernen eines Landes ergibt sich meist erst dann, wenn Reisen, Lernen und Alltag miteinander verbunden sind. Ein längerer Aufenthalt in den USA bietet diese Verbindung und eröffnet einen Blick auf das Land hinter den sehenswerten Fassaden.