Doch die USA haben weit mehr zu bieten als Burger und Pommes, und mit ein bisschen Vorbereitung und den richtigen Strategien lässt sich auch ein USA-Urlaub genießen, ohne die eigenen Ernährungsgewohnheiten komplett über Bord zu werfen.
Was die amerikanische Esskultur bereithält
Die kulinarische Landschaft der Vereinigten Staaten ist deutlich vielfältiger, als das internationale Image vermuten lässt. In Städten wie New York, Los Angeles, Chicago oder San Francisco gibt es eine außergewöhnlich breite Auswahl an gesunden Restaurants, Salatbars, Juice Bars, Biomärkten und internationalen Küchen. Whole Foods Market, Trader Joe's und ähnliche Ketten sind in vielen Städten vertreten und bieten hochwertige, frische Lebensmittel zu vernünftigen Preisen.
Selbst in Fastfood-Ketten, die in den USA kaum zu umgehen sind, gibt es inzwischen oft Optionen wie gegrilltes Hähnchen, Salate, Gemüsesuppen oder Wraps mit frischen Zutaten. Wer weiß, wonach er sucht, findet auch dort Alternativen zur klassischen Burger-und-Pommes-Kombination. Für alle, die zu Hause bereits mit ausgewogener Ernährung vertraut sind und Rezeptideen für die Zeit vor und nach der Reise suchen, bietet Weight Watchers eine breite Auswahl an alltagstauglichen Gerichten, die sich leicht in den Reisealltag integrieren lassen.
Ein gutes Frühstück ist ein perfekter Start in den Tag
Frühstück: Der wichtigste Start in den Reisetag
Das amerikanische Frühstück hat einen legendären Ruf: Pancakes mit Ahornsirup, Speck, Rührei, Toast mit Butter und ein Glas Orangensaft in XL-Größe. Das ist verlockend und durchaus einen Genussmoment wert, aber als tägliche Routine über mehrere Wochen eine ernährungstechnische Belastung.
Wer sein Frühstück selbst zusammenstellt, zum Beispiel in einer Unterkunft mit Küche oder aus einem Supermarkt, hat deutlich mehr Kontrolle über Qualität und Menge. Griechischer Joghurt, frisches Obst, Haferflocken und Nüsse sind in amerikanischen Supermärkten leicht verfügbar und liefern einen nährstoffreichen Start in den Tag.
Eier, die in den USA oft in großen Mengen und zu günstigen Preisen erhältlich sind, lassen sich schnell und vielseitig zubereiten und bieten eine hervorragende Eiweißquelle für den Morgen.
Hotels mit Frühstücksbuffet bieten oft mehr Möglichkeiten als man denkt: Frisches Obst, hartgekochte Eier, Joghurt und Vollkorntoast sind häufig vorhanden. Wer gezielt wählt statt planlos zu nehmen, was einem angeboten wird, kann auch hier gut frühstücken.
Unterwegs essen: Roadtrip und gesunde Ernährung
Ein klassischer USA-Roadtrip führt durch weite Landschaften, vorbei an Diners, Truck Stops und kleinen Ortschaften, in denen die Auswahl überschaubar ist. In diesen Situationen ist Vorbereitung der entscheidende Faktor.
Eine Kühlbox im Mietwagen mit Grundvorräten zu bestücken ist eine der klügsten Entscheidungen, die man für einen Roadtrip treffen kann. Nüsse, Müsliriegel ohne Zuckerzusatz, Obst, Gemüsesticks, Hüttenkäse und Vollkorncracker halten sich gut und sorgen dafür, dass man bei langen Fahrtabschnitten nicht auf die nächste Fastfood-Ausfahrt angewiesen ist.
Viele Supermärkte in kleineren Städten haben inzwischen ebenfalls anständige Frischkostangebote, sodass sich die Vorräte auch unterwegs gut ergänzen lassen.
An Raststätten und in Diners lohnt es sich, nach gegrillten statt gebratenen Optionen zu fragen, Beilagensalat statt Pommes zu wählen und die Soßen separat zu bestellen. Viele amerikanische Restaurants sind an solche Anpassungswünsche gewöhnt und setzen sie ohne Aufheben um.
XXL Burger sind in den USA sehr beliebt
Portionsgrößen: Der größte Unterschied zu Europa
Wer aus Deutschland oder einem anderen europäischen Land in die USA reist, ist oft verblüfft von den Portionsgrößen. Was in einem amerikanischen Restaurant als normale Portion serviert wird, entspricht in vielen Fällen dem Zwei- bis Dreifachen einer europäischen Portion. Das gilt für Hauptgerichte ebenso wie für Getränke, Desserts und Beilagen.
Der einfachste Umgang damit: Teilen. Zwei Personen, die sich ein Hauptgericht teilen, essen meist immer noch ausreichend und sparen dabei Geld und Kalorien. Alternativ lässt sich der Rest in nahezu jedem amerikanischen Restaurant problemlos einpacken, die berühmte „Doggy Bag" ist dort vollkommen normal und ohne jede soziale Hürde.
Wasser statt Softdrinks spart viele Kalorien
Wasser statt Softdrinks
In den USA ist die Versuchung groß, dauerhaft zuckerhaltige Getränke zu konsumieren. Free Refills beim Softdrink sind in vielen Restaurants Standard, und die schieren Größen der angebotenen Becher übersteigen europäische Vorstellungen oft erheblich. Wer täglich mehrere dieser Getränke zu sich nimmt, nimmt allein dadurch enorme Mengen an Zucker zu sich, die sich über einen längeren Urlaub deutlich bemerkbar machen.
Leitungswasser ist in den USA in Restaurants kostenlos und auf Nachfrage immer verfügbar. Eine eigene Trinkflasche mitzunehmen und sie regelmäßig aufzufüllen ist die einfachste Strategie, um gut hydriert zu bleiben, ohne auf Zuckergetränke angewiesen zu sein. Ungesüßter Eistee oder schwarzer Kaffee sind ebenfalls weitverbreitete und kalorienarme Alternativen.
Den Urlaub genießen ohne schlechtes Gewissen
Wer in den USA reist, sollte die kulinarischen Highlights des Landes unbedingt erleben: einen echten New York Cheesecake, BBQ-Ribs in Texas, einen In-N-Out-Burger in Kalifornien oder Beignets in New Orleans. Diese Erlebnisse gehören zum Reisen dazu und sollten ohne Schuldgefühle genossen werden.
Die Balance entsteht nicht durch Verzicht auf diese Momente, sondern durch bewusste Entscheidungen bei den übrigen Mahlzeiten. Wer beim Frühstück und Mittagessen ausgewogen isst, ausreichend trinkt und sich regelmäßig bewegt, kann das Abendessen oder die kulinarischen Highlights des Tages voll genießen, ohne das Gefühl zu haben, alles über den Haufen zu werfen.