Anna Maria Island – Floridas versteckte Perle am Golf von Mexiko

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Manatee Beach Manatee Beach bradentongulfislands.com

Wir haben Anna Maria Island zum allerersten Mal besucht – und ehrlich gesagt: viel zu kurz! Ivonne und ich sind immer auf der Suche nach neuen Reisetipps für die USA, und als wir vor Kurzem diese sieben Meilen lange Barriereinsel vor Bradenton in Florida entdeckten, waren wir sofort hingerissen.

Leider hatten wir nur wenig Zeit, aber schon diese kurze Stippvisite hat uns verzaubert: puderweißer Sand, türkisblaues Wasser, keine Hochhäuser, nur nette Holzhäuser und der Geruch von Salzluft. Das alte Florida-Feeling, das man sonst nur in alten Filmen findet, ist hier noch lebendig. Beim nächsten Mal bleiben wir definitiv länger – viel länger. Ob ihr zum ersten Mal in den USA seid oder schon mehrmals hier wart und nun etwas Entspannung Abseits der üblichen Routen sucht: Anna Maria Island (AMI) hat für jeden etwas.

City Pier GrilleCity Pier Grille

Eine kurze Geschichte: Von Fischern zu Ferienidyll

AMI hat eine faszinierende Vergangenheit, die bis in die 1890er-Jahre zurückreicht. Ursprünglich von indigenen Völkern wie den Timucua bewohnt, später von spanischen Entdeckern kartiert, siedelten im frühen 20. Jahrhundert Fischer und Farmer hier.

Der Name geht auf die Legende einer spanischen Prinzessin namens Anna Maria zurück. Macht gerne einen kurzen Abstecher zum Anna Maria Island Historical Society Museum in Anna Maria City – dort erzählen alte Fotos und Artefakte die Geschichte einer isolierten Fischergemeinde, die zum beliebten Ferienziel wurde.

Für Neulinge: Ein super Einstieg, um den Geist der Insel zu spüren. Beim nächsten Mal wollen wir uns viel mehr Zeit für die weniger bekannte Dinge nehmen – Ruinen alter Piers oder die Geschichten lokaler Fischer, die wir schon beim ersten Sonnenuntergang am Bean Point hörten. Ein weiterer empfehlenswerter Ort, um die Geschichte Floridas zu entdecken ist das Bishop Museum of Science and Nature in Bradenton, das wir ebenfalls besucht haben.

Anreise und Mobilität: Einfach und entspannt

Von Tampa aus erreicht man AMI in knapp 1,5 Stunden – perfekt für einen Roadtrip. Fliegt ihr nach Sarasota-Bradenton (SRQ), seid ihr in 20 Minuten da. Wir waren mit dem Mietwagen unterwegs um flexibel zu sein, aber die Insel ist auch radfahrerfreundlich: Leiht euch Bikes oder nehmt den kostenlosen Trolley, der alle 20 Minuten die ganze Insel abfährt. Unser absoluter Lieblingstipp schon beim ersten Besuch: Überall auf AMI könnt ihr kostenlos parken!

Keine teure Parkhäuser, keine Strafzettel wie in Miami Beach – ob am Strand, in der Stadt oder bei Restaurants, es gibt reichlich öffentliche Parkplätze. Das machte unsere kurzen Erkundungen total stressfrei. Wir parkten spontan am Holmes Beach und spazierten am Wasser entlang – beim nächsten Mal nehmen wir uns auf jeden Fall noch etwas mehr Zeit.

Manatee BeachManatee Beach

Strände und Naturwunder: Einfach nur traumhaft!

Die Strände sind das absolute Herzstück. Holmes Beach hat uns sofort begeistert: feiner weißer Sand, türkisfarbenes Wasser, ideal zum Entspannen. Wir entspannten dort, beobachteten Delfine und sammelten Muscheln – und wollten einfach nicht mehr weg.

Bean Point am nördlichen Ende ist ein echter Geheimtipp: wilder, mit Mangroven und Vögeln, perfekt für Vogelbeobachtung oder Kayak-Touren.

Coquina Beach im Süden bietet Picknickplätze und einen kleinen Markt – super für ein spontanes Mittagessen. Die Schildkrötenbrut-Saison (Mai–Oktober) ist sicherlich toll mitzuerleben und bleibt einem bestimmt in dauerhafter Erinnerung.

Für erfahrene Reisende: Rod and Reel Pier zum Angeln ohne Boot oder eine Bootstour nach Egmont Key – eine unbewohnte Insel mit Leuchtturm und Bürgerkriegs-Ruinen. Wir waren kurz dort und sahen bunte Fische – kein Massentourismus, pure Natur. Und die Sonnenuntergänge am Manatee Public Beach Einheimische veranstalten Picknicks, man trinkt zusammen ein Bier und lauscht den Geschichten – einfach nur schön

Nur einen Steinwurf vom Meer entfernt: The Waterfront RestaurantNur einen Steinwurf vom Meer entfernt: The Waterfront Restaurant

Kulinarische Highlights: Frisch aus dem Meer

Essen auf AMI ist ein Fest – frisches Seafood, lokale Zutaten, entspannte Vibes. Für Neulinge: Der Bridge Street Market in Bradenton Beach mit Tacos und Smoothies. Aber unser absolutes Highlight beim ersten Besuch war The Waterfront Restaurant in Anna Maria City.

Bei Kerzenlicht mit Blick auf die Tampa Bay: frische Austern, gegrillter Grouper, Key Lime Pie – alles saisonal und mit karibischem Touch. Die Atmosphäre ist gemütlich, an Wochenenden gibt’s Live-Musik, die Preise sind fair (ca. 30–50 USD pro Person). Es ist einfach nut toll – wir reservierten spontan und hatten GlückDa lohnt es sich öfters hinzugehen!

Weitere Tipps: Ginny's and Jane E's für leckere Breakfast-Sandwiches, The Donut Experiment für kreative Donuts oder Poppo's Taqueria mit fusion-mexikanischen Gerichten. Wir träumen auch schon ein bisschen davon, beim nächsten Mal selbst mit frischem Fang zu kochen.

Die Laden in der Pine Street laden zum entspannten Shopping einDie Laden in der Pine Street laden zum entspannten Shopping ein

Unterkünfte: Von Cottages bis Luxus

AMI bietet alles von charmanten Beach Cottages bis zu modernen Resorts. Wir hatten beim ersten Mal nur ein kleines Motel in Holmes Beach – farbenfroh und direkt am Wasser, perfekt für die kurze Zeit. Beim nächsten Mal wollen wir vielleicht ein Ferienhaus oder Appartement mit privatem Pool und Strandzugang nehmen (ab ca. 200 USD/Nacht, höher in der Hochsaison Dezember–April). Es gibt auch Motels wie das Joie Inn für Budget-Reisende, oder eine Waterfront-Villas mit eigenem Dock für richtig viel Luxus.

Praktische Tipps: So wird’s unvergesslich

Packt Sonnencreme, Insektenspray und bequeme Schuhe ein – AMI ist herrlich lässig. Beste Zeit: Frühling oder Herbst für mildes Wetter (25–30 °C). Hurrikan-Saison (Juni–November) lieber meiden. Budget: 150–300 USD/Tag pro Person inklusive Essen. Nachhaltigkeit: Nehmt euren Müll mit, unterstützt lokale Geschäfte. Und nochmal: Das kostenlose Parken überall macht AMI so autofreundlich – parkt am Coquina Beach und erkundet alles zu Fuß oder mit dem Trolley.

Anna Maria Island hat uns beim ersten, viel zu kurzen Besuch total begeistert– ein Ort, wo die Zeit stillsteht und der Golf leise rauscht. Wir kommen auf jeden Fall wieder, und dann bleiben wir deutlich länger. Ob ihr Delfine beobachten, einfach nur chillen oder versteckte Buchten entdecken wollt – die Insel liefert. Plant euren Trip, und erzählt uns später, was euch am meisten begeistert hat. Gute Reise – und bis bald am Golf!

Mehr zu Anna Maria Island findet ihr unter https://www.bradentongulfislands.com. Viele Tipps, nicht nur zu Bradenton und dem Bishop Museum of Science and Nature, gibt's in unserem USA-Forum.

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Gelesen 26 mal Letzte Änderung am Samstag, 14 Februar 2026 17:59
Veröffentlicht in Florida, Sonne & Meer