Mit dem Wohnmobil durch den Westen der USA: Eine Traumreise in Nevada, Arizona und Utah

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Mit dem Wohnmobil ist man unabhängig und flexibel Mit dem Wohnmobil ist man unabhängig und flexibel Jairph / Unsplash

Die USA sind voller großer Städte mit Wolkenkratzern – und oft sind es genau sie, an die wir denken, wenn wir von diesem riesigen Land auf der anderen Seite des Atlantiks träumen. Dabei sind es vor allem die Nationalparks und die Weite des Landes, die man erkundet, wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist.

Und bei einer solchen Reise ist es vor allem der Westen der USA, bei dem man auf langen Autofahrten und beim Erkunden der Natur gar nicht mehr aus dem Staunen herauskommt. Vor allem die Bundesstaaten Nevada, Arizona und Utah bieten sich für so eine Reise an und haben dabei mehr zu bieten als nur die Glücksspielmetropole Las Vegas.

Von Las Vegas nach Sedona

Trotzdem ist Las Vegas ein guter Punkt für den Beginn des Trips, denn den Harry Reid Flughafen kann man per Direktflug ganz einfach von Frankfurt aus erreichen. Etliche Hotels geben einem dort die Chance, sich in einer ersten Nacht entspannt auszuruhen, bevor man am nächsten Tag mit dem gemieteten Wohnmobil in Richtung Osten aufbricht. Verlässt man die Stadt, geht es durch die Berge raus auf weite Landstraßen, während man rote Felsenlandschaften und den einen oder anderen Kaktus bestaunen kann.

Traumstadt in der Wüste: Las VegasTraumstadt in der Wüste: Las Vegas

Nach weniger als fünf Stunden befindet man sich im idyllischen Sedona mitten im Bundesstaat Arizona. Gerade im Spätsommer ist die Temperatur dort angenehm und die Luft ist klar, sodass sich Cathedral Rock und Bell Rock sowie das Tlaquepaque Arts Village bewundern lassen können. Ein besonderes Highlight dieses Ortes ist der Slide Rock State Park – eine natürliche Felsenlandschaft mit Wasserbecken und Wasserfällen, in denen man baden und rutschen kann.

Und wer sich für Kunst interessiert, findet in Sedona auch einen spannenden spirituellen Touch und eine alternative Szene, die man am besten auf einem langsamen Spaziergang mit einem Kaffee betrachtet.

Sedona bietet eindrucksvolle LandschaftenSedona bietet eindrucksvolle Landschaften

Der eindrucksvolle Grand Canyon

Von Sedona aus geht es weiter in Richtung Norden. Innerhalb von etwa vier Stunden, die man bestenfalls mit guter Musik oder einem Hörbuch sowie der Faszination der Landschaft verbringt, gelangt man zum South Rim des Grand Canyon. Dieser Ort ist für viele Besucher ein echter Höhepunkt der USA-Reise. An Aussichtspunkten wie dem Mather Point, Yavapai Point oder dem Desert View Watchtower lassen sich atemberaubende Panoramen bestaunen – und ganz besonders lohnen sich natürlich der Sonnenauf- und -untergang.

Ein Wohnmobil mieten in den USA macht die Reise angenehm unkompliziert, denn Campingplätze direkt im Nationalpark oder in der kleinen Ortschaft Tusayan bieten schöne Stellplätze, von denen man auch eine kurze Wanderung auf dem Bright Angel Trail machen kann.

Der Klassiker: Grand Canyon N.P.Der Klassiker: Grand Canyon N.P.

Auf zum Zion National Park

Nach den majestätischen Eindrücken am Grand Canyon führt die Route weiter nach Norden. Vom South Rim aus erreicht man den Zion National Park in rund fünf Stunden Fahrt, die durch abwechslungsreiche Landschaften führt. Dort befinden sich weite Ebenen, sanfte Hügel und immer wieder rote Felsformationen, die schon einen Vorgeschmack auf das geben, was einen in Utah erwartet.

Mit dem Wohnmobil ist dieser Abschnitt gut machbar, da man über weite Highways fährt und unterwegs genügend Möglichkeiten findet, eine Pause einzulegen.

Besonders malerisch: Zion N.P.Besonders malerisch: Zion N.P.

Angekommen in Zion öffnet sich eine Welt, die völlig anders wirkt als die gewaltige Weite des Grand Canyon. Hier ragen steile, rotbraune Sandsteinwände hoch in den Himmel, während sich der Virgin River grün und lebendig durch das Tal schlängelt. Einmal in Zion angekommen, gibt es für jeden etwas. Wer es gemütlich angehen möchte, spaziert den Riverside Walk entlang und watet anschließend in die berühmten Narrows – eine enge Schlucht, in der man direkt im Fluss läuft.

Anspruchsvoller ist die Tour auf den Angels Landing, von dessen Gipfel man das gesamte Tal überblicken kann. Mit dem Wohnmobil übernachtet man im Idealfall auf dem Watchman Campground direkt im Park – oder im nahegelegenen Ort Springdale, wo sich Campingplätze, Restaurants und kleine Geschäfte aneinanderreihen.

Zurück nach Las Vegas

Nach zwei erlebnisreichen Tagen im Zion National Park führt die letzte Etappe zurück nach Nevada. In knapp zweieinhalb Stunden erreicht man von Springdale aus wieder Las Vegas. Wer unterwegs noch einen besonderen Stopp einlegen möchte, kann einen Abstecher in den Valley of Fire State Park einplanen, der nur eine gute Stunde vor den Toren der Stadt liegt. Die intensiven roten Felsen, natürlichen Steinbögen und jahrtausendealten Felszeichnungen bilden einen würdigen Abschluss, bevor man sich wieder in das lebhafte Treiben von Las Vegas begibt.

Wer dort noch ein paar Tage die Stadt erleben möchte, kann das Wohnmobil nun wieder abgeben und das Stadtleben genießen. Und wenn man lieber mit den Eindrücken der Natur nach Hause fliegt, hat man bereits zahlreiche wunderbare Erinnerungen, die noch lange für leuchtende Augen sorgen.

Gelesen 39 mal Letzte Änderung am Freitag, 29 August 2025 17:08
Veröffentlicht in USA gesamt, Natur & Outdoor